Die Historie der Luftmatratze
Wer hätte das gedacht: Die oft quietschbunte Kunststoffmatte, die Kinder zum Plantschen lieben und Studenten ihren Übernachtungsgästen anbieten, hat eine lange Geschichte. Der erste Entwurf einer Luftmatratze stammt nämlich von Konrad Kyeser und zwar ungefähr aus dem Jahr 1400. Der heute als „bayerischer Leonardo DaVinci“ geltende Kriegstechniker entwarf auch einen Kampfschwimmeranzug. Ob die flexible Liege allerdings als Objekt der militärischen Nutzung gedacht war – man weiß es nicht genau. Heute dient sie jedenfalls – außer im Falle von Pool-Wasserschlachten – der friedlichen Nutzung: Man verbindet sie mit Camping, Freizeit und Haushalt. Heute besteht eine Luftmatratze aus einer flexiblen, luftdichten Hülle aus Gummi oder PVC, die über ein oder mehrere Ventile mit Luft gefüllt werden kann.
Die klassische Luftmatratze
Leicht und zusammengelegt im Schrank benötigt sie fast keinen Platz. Beim Zelten, am Strand oder auch einfach beim Liegen im Garten entfaltet sie schnell ihre Vorzüge: Eine Luftmatratze ist transportabel und aufblasbar und eignet sich hervorragend zum bequemen Übernachten draußen, wo sie beim Zelten Bodenunebenheiten ausgleicht und dabei gleichzeitig gegen Kälte von unten isoliert. Sie eignet sich zum einfachen Hinlegen – auf dem Land und (unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften) auch als schwimmendes Bett auf dem Wasser. Dabei kann eine Luftmatratze eine oder mehrere Luftkammern haben, oft auch einen separat aufblasbaren Kopfteil, die der erhöhten Bequemlichkeit dienen. Spielerische, optische Veränderungen sind auch reine Freizeitvarianten wie Luftmatratzen in Krokodil-, Insel- oder Sesselform. Erhältlich ist eine Vielzahl von Farben und Formen.
Moderne Form des Gästebetts
Die bequemste und luxuriöseste Variante der Luftmatratze ist das Gästebett oder auch Luftbett. Es ist weniger für den Outdoor-Einsatz gedacht, sondern eignet sich perfekt, um Übernachtungsgäste bequem unterzubringen, ohne dafür ein fest installiertes Gästebett zu benötigen. In Form eines Gästebettes ist die Luftmatratze erheblich dicker als sonst (mindestens so stark wie eine handelsübliche Matratze). Und es gibt sie als einfache Matratze oder als Doppelbett für zwei Personen. Oft ist sie zusätzlich mit Velours beflockt oder mit Baumwolle beschichtet. Besonderen Komfort bieten dabei selbstaufblasbare Varianten mit integrierter Elektro-Pumpe, Matratzen mit regelbarer Härte und einer separaten Baumwollauflage.
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