Luftmatratzenpumpe – die richtige Wahl

Während man die einfachen und kleinen Ein-Kammer-Luftmatratzen durchaus noch mit dem Mund beziehungsweise mit Lungenkraft aufblasen kann, sollten Sie sich für eine größere und hochwertigere Luftmatratze eine entsprechende Pumpe besorgen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn es sich nicht um eine selbstaufblasende Luftmatratze handelt.
Im Handel sind viele verschiedene Pumpen für Luftmatratzen erhältlich. Die Auswahl reicht von der kleinen und einfachen Blasebalg-Fußpumpe bis hin zum komfortablen elektrischen Modell, bei dem Sie nur noch den Einschaltknopf betätigen müssen.

Um herauszufinden, welcher Pumpentyp für welche Luftmatratze am besten geeignet ist, haben wir uns einmal etwas genauer auf dem Markt umgesehen:
Hand- oder Fußluftpumpe
Die einfache Handluftpumpe kennen wir von unseren Fahrrädern. Sie ist allerdings zum Aufblasen von Luftmatratzen eher nicht geeignet, da sie nur wenig Luft produziert und man damit sehr viel Zeit bräuchte, um die komplette Matratze aufzublasen.
Einfache Luftmatratzen können in der Regel mit einer günstigen Fußpumpe aufgeblasen werden, die einem Blasebalg ähnelt. Sie sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Sie auch hier eine gewisse Zeit brauchen werden, bis die Matratze voll aufgeblasen ist. Der Vorteil solcher Fußluftpumpen ist allerdings, dass sie sehr leicht und handlich sind und sich damit besonders gut für die Mitnahme auf Reisen beziehungsweise zum Camping eignen.
Doppelkolbenpumpen
Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Hand- und Fußpumpe. In der Regel betätigen Sie diese Pumpe, indem Sie die Füße in speziell dafür vorgesehene Aussparungen stellen und dann mittels eines Handgriffes pumpen. Solche Pumpen kennt man beispielsweise auch zum Aufblasen von Autoreifen. Der Vorteil ist, dass Sie aufgrund der zwei Kolben die Luftmatratze sehr schnell und mit nur wenig Kraftaufwand aufblasen können. Nachteil ist allerdings, dass Doppelkolbenpumpen in der Regel recht sperrig und schwer sind und sich damit schlecht zur Mitnahme auf Reisen eignen.
Elektrische Pumpen mit Akkubetrieb oder für den Zigarettenanzünder
Diese Pumpenmodelle sind insbesondere für den Campingurlaub und den Outdoor-Einsatz sehr gut geeignet. Sie werden entweder an den Zigarettenanzünder eines Autos angeschlossen und damit von der Autobatterie gespeist, oder sie verfügen über eingebaute Akkus, die sich immer wieder aufladen lassen.
Vorteil dabei ist, dass Sie völlig unabhängig von einer externen Stromversorgung Ihre Luftmatratze aufblasen können. Allerdings sollten Sie bei einer solchen Pumpe darauf achten, dass es sich um ein hochwertiges Modell handelt. Billige Pumpen verfügen oft nicht über die nötige Kraft, eine Luftmatratze in angemessener Zeit vollständig aufzublasen. Und nichts ist ärgerlicher, als wenn die Akkus schon dann leer sind, wenn die Luftmatratze erst halb aufgeblasen ist.
Elektrische Pumpen für das Stromnetz
Hierbei handelt es sich quasi um die Königsdisziplinen der Pumpen für das Aufblasen von Luftmatratzen. Sie stecken den Netzstecker einfach in eine Steckdose und lassen die Pumpe die ganze Arbeit machen. In der Regel geht dies sehr schnell, da es sich bei diesen Modellen meist um äußerst leistungsstarke Pumpen handelt. Allerdings benötigen Sie immer einen externen Stromanschluss, um eine solche Pumpe benutzen zu können.
Die Bauform elektrischer Pumpen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Einige bewegen die Luft rein elektrisch, andere arbeiten nach dem Prinzip eines Kompressors und verdichten zunächst die angesaugte Luft, bevor diese in die Luftmatratze gepumpt wird. Beide Lösungen funktionieren jedoch in der Regel sehr gut.

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Selbstaufblasende Luftmatratze

Eine neue Entwicklung sind die seit einigen Jahren auf dem Markt erhältlichen selbstaufblasenden Luftmatratzen. Sie sollen dem Benutzer den größten Arbeitsaufwand beim Gebrauch einer Luftmatratze abnehmen – das lästige Aufblasen. Hierbei muss man zwischen verschiedenen technischen Systemen unterscheiden.
Die „echte“ selbstaufblasende Luftmatratze gleicht in ihrer Ausführung einer handelsüblichen Luftmatratze, meist in relativ hochwertiger Qualität. Die Besonderheit an diesem Modell ist aber, dass eine elektrische Pumpe direkt mit in die Luftmatratze eingebaut ist. Oft wird diese automatisch ausgelöst, sobald die Matratze entfaltet wird, einige Modelle besitzen aber auch einen manuellen Startknopf. Die Pumpe wird anschließend die Matratze automatisch bis zur gewünschten Härte aufblasen. Teurere Ausführungen besitzen dabei eine Abschaltautomatik.

Bei günstigeren, selbstaufblasenden Luftmatratzen muss der Benutzer die Pumpe von Hand abschalten, wenn die Matratze genügend aufgeblasen ist.
Es gibt aber auch noch eine zweite Ausführung, die im Handel ebenfalls oft als selbstaufblasende Luftmatratze bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine Luftmatratze, die im Inneren mit einer Schaumstoffmatte gefüllt ist. Dieser Schaumstoff besteht meist aus hochwertigem Polyurethan. Ein Merkmal dieses Werkstoffes ist, dass er sich quasi eine vorgegebene Form „merken“ kann und diese immer wieder einnimmt.

Die Schaumstoffmatte ist umgeben von einer luftdichten Folie aus PVC. Weiterhin verfügt die Luftmatratze über ein umschaltbares Ventil, das je nach Stellung entweder Luft hinein-, oder aber entweichen lässt. Durch das Zusammenrollen oder Falten der Matratze wird die im Inneren befindliche Luft hinausgepresst, wodurch ein Unterdruck entsteht. Schaltet man das Ventil nun um, so dass lediglich Luft in die Matratze hineinströmen kann, so wird sich der Schaumstoffkern automatisch entfalten und dabei Luft mit einsaugen. Die Matratze füllt sich also von selbst.
Die zweite, hier beschriebene Ausführung einer selbstaufblasenden Luftmatratze ist im Handel in der Regel um einiges teurer, als die einfacheren Modelle mit eingebauter Pumpe.

Wichtig ist, dass Sie eine selbstaufblasende Luftmatratze mit Schaumstoffkern vor dem ersten Einsatz für einige Tage mit geöffnetem Ventil und ausgebreitet liegen lassen, damit sich der darin enthalte Schaumstoff zunächst voll ausdehnen kann.

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